| erstmalige Erwähnung von Kretzschmarn (Erbschänken) in Kötzschenbroda, es gab also bereits die Niederschänke und die Oberschänke | |
| der älteste namentlich bekannte Besitzer, Ambrosius Thieme, stirbt | |
| seine Witwe, verehel. Dietrich, übergibt die Niederschänke an Simon Nitzsche | |
| nach häufigem Besitzer- bzw. Pächterwechsel kauft Simons Vetter die Niederschänke, besitzt sie bis 1630; bis 1632 J.Neander, von dem sie | |
| ein Martin Müller (Möller) zunächst pachtete und 1636 für 1200 Gulden kaufte. Er war der Besitzer aus der Familie Müller, in der es allein sechs Mal den Vornamen Martin bei den Nachfolgern gab. | |
| entging die Niederschänke dem großen Dorfbrand, weil der umsichtige Besitzer von der Bleiche kommenden Frauen die feuchten Tücher abnahm, mit ihnen das Gebäude abdeckte und diese feucht hielt. | |
| und fast 50 Jahre später noch einmal, brannte der Gasthof jedoch völlig ab | |
| beteiligt sich der Niederschänkenwirt gemeinsam mit den Brauschenken der Oberschänke und Naundorf´s an einer Klage gegen J.G.Meißner, der am Liboriusberg nahe Wackerbarths Ruhe unberechtigt Bier aus Cossebaude und Oberwartha ausschenkte. Da aber die Kötzschenbrodaer Richter und Schöppen das Bier der eigenen Schenken als schlecht und untrinkbar bezeichneten, kamen die Kläger nicht zum Zuge und Meißner betrieb seine "Winkelschänke" weiter, mindestens bis 1756. | |
| während des Siebenjährigen Krieges war die Niederschänke an einen Johann Christoph Uhlig verpachtet, der in dieser Zeit auch noch die in Höhe der Uferstraße liegende Schiffsmühle übernahm. | |
| zog die Familie Müller wieder ein und ein Martin Müller pachtete die Schiffsmühle in Erbpacht, die ihm jedoch wenig Freude bereitete, da es Streitigkeiten wegen des Mahlzwangs gab und sie in 65 Jahren viermal zerstört wurde. | |
| wurde auf dem Elbdamm hinter der Niederschänke eine Windmühle in Holländerbauart errichtet, die aber nicht richtig lief, weshalb sie 1865 um einige Meter erhöht wurde. Dennoch wurde sie einige Jahre später wieder abgerissen. Nur etwa 150 Tage mit ausreichendem Wind im Jahr waren zu unrentabel | |
| geht die Aerea Müller in der Niederschänke zu Ende, neuer Besitzer wird Karl Moritz Menzel | |
| wird erstmals der Name "Goldener Anker" erwähnt, das genaue Datum der Umbenennung ist nicht aktenkundig. | |
| Auch die Schiffsmühle wird aufgegeben. Durch den Bau des Elbdamms hatten sich die Strömungsverhältnisse ungünstig verändert, weshalb sie am gegenüberliegenden Ufer verankert werden mußte, was wiederum den Transport von Getreide und Mehl kompliziert machte. | |
| Um die Jahrhundertwende wird die Gaststätte erweitert und umgebaut, der schöne große Ballsaal entsteht. | |
| bereits im Eigentum der Brauerei Felsenkeller Meißen, Pächter: Otto Baumgarten | |
| In der Werbung erscheint eine "Wasch- und Plättanstalt", wahrscheinlich in einem Nebengebäude, Inhaber: Ernst Schöne | |
| Pächter: Willy Naumann, seine Witwe wohnte 1956 noch hier, sollte laut Ratsbeschluß "umgelenkt werden" | |
| Zu diesem Zeitpunkt ist die Gaststätte bereits geschlossen und wird gewerblich genutzt, überwiegend als Lagerraum, darunter von der HO und von der Firma Tee-Schumann. Der VEAB nutzt den großen Saal mindestens bis 1960 als Annahmestelle und Zwischenlager für Getreide der ansässigen Bauern. | |
| mehrfacher Nutzungswechsel einzelner Räume, die HO drängt darauf, eine Verkaufsstelle zu errichten. | |
| Möbellager und Verkauf der HO (bis 1990) | |
| Eröffnung Hotel "Goldener Anker" mit Familie Paul als Geschäftsführer
60 Hotelzimmer, Restaurant, Weinkeller, Ballsaal, Tagungsräume |
|
| Elbehochwasser |

